Nun komme ich endlich dazu meinen letzten Beitrag zum Reha-Vorbereitungskurs im BfW Köln zu schreiben. Der letzte Tag war schon am 17.1.2012, aber da direkt am nächsten Tag die Hauptausbildung los ging, hatte ich einiges um die Ohren.
Die letzten Wochen des RV-Kurses standen noch einmal im Zeichen von Gruppenarbeit und Präsentationen. Zum einen hatten wir unser jeweiliges Berufsbild aufzuarbeiten und dann stand auch schon die große Abschlusspräsentation in der Aula vor der Tür.
Das Thema Berufskunde beinhaltete neben den zukünftigen Tätigkeiten auch Fragen zum Ablauf der Hauptsausbildung, Prüfungsablauf und welche Noten zum bestehen der Prüfung erforderlich sind. Ich war sehr beruhigt, dass die mündliche Prüfung nur einen winzig kleinen Teil ausmacht, denn ich kann mich schriftlich einfach besser konzentrieren. Man besteht sogar, wenn man in allen Prüfungsfächern eine vier hat, aber ich wollte ja schon mind. mit zwei abschließen. Also gar kein Grund zur Panik. Zum Ablauf in der Hauptausbildung werde ich noch gesondert einen Beitrag schreiben.
Die große Präsentation erforderte eine Woche intensiver Gruppenarbeit. Das fand ich am schwierigsten, denn die Gruppen bestanden aus 8-9 Leuten und die Abstimmung war entsprechend schwierig. Die eigentliche Präsentation war “easy”, denn die meisten Leute haben einfach nur alles angeschaut und kaum Rückfragen gestellt. Aber es waren so ziemlich alle Teilnehmer, Dozenten und sogar Vertreter der Leistungsträger anwesend und das sorgte doch für einige Nervosität. Ich selber fand unseren Auftritt ganz o.k. Unser Dozent hat uns über den Klee gelobt und das ging natürlich “runter wie Öl”.
Den letzten Tag haben wir dann noch einmal die letzten 3 Monate reflektiert und unsere Zeugnisse erhalten. Ich war nur ein wenig enttäuscht, denn ich habe keine einzige 1 auf dem Zeugnis
schade…aber wir reden immer noch vom Vorkurs. Trotz allen Hochs und Tiefs hat mir der Vorkurs gut getan, denn so hatte ich Zeit mich an die Menschenmengen im BfW zu gewöhnen, das Haus kennen zulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Am wichtigsten war jedoch, dass man gelernt hat, wie im BfW das Konzept des “selbständigen Lernens” in der Praxis aussieht. Der fehlende Frontalunterricht ist nicht für jeden geeignet, aber mir kommt er sehr entgegen, denn so kann ich beim lernen mein Tempo selber festlegen. Schwierig wird weiterhin die Gruppenarbeit bleiben, denn nicht immer kann man sich die Leute aussuchen mit denen man zusammenarbeitet. Dies ist jedoch auch eine gute Übung, denn im Job kann man sich das auch nicht unbedingt aussuchen.
Entgegen anderer Meinungen, fand ich die Dozenten kompetent und engagiert, wenn auch nicht immer pflegeleicht. Meine Sorge vor den Inhalten war unbegründet, denn neben den Grundrechenarten, Präsentationen, Protokollen, kleineren kaufmännischen Aufgaben, Recherchen, Text-Zusammenfassungen und einer Rechtschreibungseinheit, war immer noch Zeit für andere Dinge im zwischenmenschlichen Bereich. Unter Druck war ich also nur wegen der Gruppenarbeiten und der Anzahl von 26 Kursteilnehmern.
Ich kann den RV nur empfehlen, besonders für Menschen die Probleme mit Menschenmengen haben und /oder noch unsicher sind ob sie im BfW richtig aufgehoben wären. Nach 3 Monaten ist klar, ob es geht oder nicht.Für die 2 jährige Hauptausbildung fühle ich mich gut vorbereitet.